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Kann ich meine Wohnfläche selbst berechnen?

Kann ich meine Wohnfläche selbst ausmessen?

Diese Frage stellen sich viele Eigentümer, Mieter und Vermieter. Grundsätzlich gilt: Ja, Sie können Ihre Wohnfläche selbst ermitteln. Da die Angabe der Wohnfläche in zahlreichen Situationen von Bedeutung ist, kommt es hier auf Genauigkeit an.

Warum spielt die Wohnfläche eine so zentrale Rolle?

Die Wohnfläche ist eine entscheidende Kennzahl. Sie beeinflusst den Verkaufspreis, die Höhe der Miete, die Berechnung von Nebenkosten, den Verkehrswert einer Immobilie und kann sich auf den Preis der Gebäudeversicherung auswirken. Schon Abweichungen von wenigen Quadratmetern können spürbare finanzielle Unterschiede ausmachen. Deshalb ist es so sinnvoll, die eigene Wohnfläche zu kennen und im Zweifel auch überprüfen zu können.

Gerade beim Verkauf oder der Vermietung einer Immobilie ist es ratsam, auf eine korrekte Berechnung zurückzugreifen. Käufer und Mieter verlassen sich auf die angegebenen Quadratmeterzahlen, und fehlerhafte Angaben können zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen.

Die Berechnung in Eigenregie

Mit einem Maßband, einem Zollstock oder einem Laser-Entfernungsmesser ist es ohne Weiteres möglich, die Wohnfläche zuverlässig zu ermitteln. Grundlage bildet in Deutschland in den meisten Fällen die Wohnflächenverordnung (WoFlV). Sie definiert, welche Flächen überhaupt angerechnet und wie diese berücksichtigt werden: Dachschrägen nur anteilig, Balkone und Terrassen zu 25 Prozent, Kellerräume in der Regel gar nicht.

Wer die Grundprinzipien kennt und sorgfältig misst, kann so zu einem korrekten Ergebnis gelangen. Fehler entstehen meist dann, wenn unklar ist, welche Räume einbezogen werden dürfen und in welchem Umfang.

Wann ein Fachmann erforderlich ist

Es gibt jedoch Situationen, in denen ein professionelles Aufmaß unverzichtbar ist. Dies gilt insbesondere bei Streifällen vor Gericht, oder im Zusammenhang mit Bankfinanzierungen. Kreditinstitute verlangen in bestimmten Fällen eine fachlich geprüfte Wohnflächenberechnung, da diese Grundlage für die Bewertung und Beleihung einer Immobilie ist.

Für den alltäglichen Gebrauch – etwa die Kontrolle der Größe einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses, oder zur Überprüfung einer Nebenkostenabrechnung – ist eine selbst durchgeführte Berechnung in der Regel ausreichend.

Vorgehensweise beim Ausmessen

Wenn Sie selbst messen möchten, empfiehlt sich ein systematisches Vorgehen:

● Fertigen Sie eine Skizze Ihrer Wohnung an, oder nutzen Sie einen eventuell vorhandenen Grundriss.
● Messen Sie die einzelnen Räume aus – idealerweise mit einem Laser-Messgerät.
● Wenden Sie die Regeln der Wohnflächenverordnung an.
● Addieren Sie die Ergebnisse sorgfältig.

Auf diese Weise lässt sich ein Ergebnis erzielen, das für die meisten Zwecke vollkommen ausreichend ist.

Wie wird richtig gemessen?

In unserem Online-Video-Kurs „Wohnfläche einfach selbst berechnen“ erfahren Sie, welche Räume zur Wohnfläche zählen, wie diese ausgemessen werden und wie diese zur Wohnfläche angerechnet werden.

Ja, Sie können Ihre Wohnfläche selbst berechnen!

Es gibt einiges zu beachten und trotzdem können sie Ihre Wohnfläche selbst berechnen – verlässlich und ohne spezielles Fachwissen, wenn Sie sich an die grundlegenden Regeln halten. Ein Fachmann wird nur dann benötigt, wenn es um rechtliche oder finanzielle Absicherung geht, beispielsweise bei einem Rechtsstreit vor Gericht oder bei einer Bankfinanzierung.

Wenn Sie lernen möchten, wie Sie Ihre Wohnfläche Schritt für Schritt korrekt und nachvollziehbar selbst berechnen, empfehle ich Ihnen unseren Online-Video-Kurs: Wohnfläche einfach selbst berechnen

Dieser Online-Kurs ist ideal für Laien, Vermieter, Mieter und Eigenheimbesitzer, die Ihre eigene Wohnfläche überprüfen wollen.